Restaurierung des Gnadenbildes „Maria vom Blut“

Im Zuge des Umbaus des Schulhauses in St. Jodok, wurde auch die Kapelle beim GH. Geraerhof, die sich jetzt im Besitz der Gemeinde Vals befindet, restauriert. Diese Kapelle wurde von früheren Besitzern des Gasthofes Post als Dank für den Schutz des gesamten Dorfes bei einem Hochwasser erbaut. Eine Jahreszahl konnte man nicht finden. 
Im Frühjahr 2017 besuchte uns der  bekannte  Restaurator Egidio It , und ich zeigte ihm dieses stark verschmutzte Bild. Er war sofort begeistert, und wir brachten es  in seine Werkstatt. Nach der Restaurierung erkannten auch wir, welch ein Kleinod sich unter den Schmutzschichten befand. 
Herr Ita versuchte eine Erklärung für dieses ungewöhnliche Motiv zu finden. Maria wird als Königin dargestellt, mit Krone und goldenem Schein hinter ihrem Kopf. Da sie als Mutter des Herrn weiß, was ihrem Sohn bis zur Kreuzigung bevorsteht, rinnen Blutstropfen unter der Krone hervor und tropfen auf das Kind, das sie auf ihrem Schoß sitzen hat. 
Auf welchem Weg dieses Bild nach St. Jodok kam, ist nicht mehr nachzuvollziehen, da von den alten Besitzern niemand mehr lebt. Vielleicht gehörte es einem  Wanderarbeiter, der es hier zurückließ oder ein Reisender bezahlte damit seine Unterkunft. 
Recherchen haben ergeben: Das ursprüngliche Bildnis stammt aus dem italienischen Ort Re  im Vigezzotal bei Locarno und wurde am 29.04.1494 von einem Frevler mit einem Stein am Kopf getroffen, daraufhin begann es zu bluten. Auswanderer nahmen Abbildungen dieses Gnadenbildes mit. 1650 gelangte es nach Klattau in Böhmen. Auch hier soll das Bild nochmals geblutet haben. Der Prager Erzbischof Waldstein beurkundete die Echtheit des Wunders, und so wurden Kopien des Gnadenbildes nach Tschechien, Österreich, Ungarn, Slowenien und Süddeutschland gebracht. In der kleinen Gemeinde Bergatreute in Süddeutschland entstand ein Wallfahrtsort. Man pilgerte vor allem mit kranken Babys und Kleinkindern zu Maria im Blut.  
Alexander Hepp, ein Historiker aus Bayern, schreibt derzeit an seinem 2. Buch über dieses Gnadenbild und die Orte in denen es zu finden ist. In diesem Buch, das im nächsten Jahr erscheint, wird auch St. Jodok erwähnt werden.

 

Irmgard Leitner

 

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